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Kunststile im Wohnzimmer

Beliebte Kunststile im Wohnzimmer

Welche Kunststile jemand bevorzugt, ist Geschmackssache. Es empfiehlt sich jedoch, Einrichtung und Kunststil nicht zu unterschiedlich ausfallen zu lassen. Belebende Kontraste sind im Wohnzimmer zwar erwünscht. Aber gerahmte Kunstwerke sollten einen geeigneten Platz erhalten, wo sie Blickpunkte bilden. Kunst will gesehen und erlebt werden. Sie sollte individuell, aber nicht beliebig sein.

Zudem beeinflusst oder betont Kunst den persönlichen Wohnstil. Einen röhrenden Hirsch in einer Designerwohnung aufzuhängen, wäre ein Anachronismus. Wohnstil und Kunstwerke sollten harmonisieren. Die Einrichtung und das Bild sollten ein stimmiges Ganzes ergeben. Gegen seinen eigenen Geschmack sollte man die Einrichtung wegen des stärkeren Eindrucks auf andere aber nicht auswählen. Gerade der aufgehängte Kunststil lässt tief blicken. Bilder bieten ein wunderbares Gesprächsthema, wenn sie gut gewählt wurden.

Impressionistische Kunst - die Kunst des Gefühls

Für die großen Impressionisten interessieren sich vor allem Menschen, die Pastellfarben, weiche Formen und romantisch-sanfte Motive mögen. Ein Druck von Monet kann sehr wirkungsvoll in einem dezent eingerichteten Raum mit vielen Pastelltönen sein. Im Impressionismus geht es um die Idylle, um weite Landschaften, und um eine künstlerisch eigenständige Darstellung der Realität. Claude Monet verkörpert diesen Kunststil ebenso, wie Camille Pissarro oder Édouard Manet. Neben einem impressionistischen Gemälde sollte genügend Raum bleiben, um es richtig in Szene zu setzen.

Abstraktes und Farbfeld-Malerei - Farbe minus Form

Viele Menschen schätzen es, wenn in einer kontrastarm eingerichteten Designerwohnung ein zentral gehängtes Farbfeld von Mark Rothko, Alexander Jeanmaire oder Sean Scully alle Blicke auf sich zieht. Abstrakte Malerei möchte nichts Bekanntes zeigen, sondern eigenständige Bildmotive entwickeln. Ihre Bedeutung soll intuitiv erfasst werden. Farbfelder reduzieren den Inhalt eines Bildes auf die Farbe an sich. Die Übergänge zwischen Farbfeldern und gegenständlicher Malerei können fließend sein. Wie Juschi Bannaski in ihren fantasievollen Acrylbildern zeigt, können Farbfelder durch gegenständliche Einzeichnungen belebt werden. Wichtig ist, dass der Wohnstil zum gewählten Kunststil passt. Abstrakte Bilder und Farbfelder sollten nicht durch zu viele bunte Accessoires an Wirkung verlieren. Ein Beispiel dazu findet sich bei Kunstdrucke aus Österreich.

Monochrome Bilder - Kunst für Minimalisten

Viele Menschen, die eine Wohnung mit einem Minimum an Mobiliar vorziehen, haben ein Faible für klare Linien und klassische Schwarz-Weiß-Fotografie. Monochrome Bildkunst strotzt nicht mit Farben, sondern mit Tiefgang und Bildschärfe. Die Grundtöne monochromer Bilder sind Schwarz und Weiß, mit allen Graunoten, die dazwischen liegen. Gerade in der Reduziertheit der Farben kann der Reiz solcher Kunstwerke liegen. Ob Monochromes gemalt oder fotografiert wurde, ist egal. Ein schwarz-weißes Acrylgemälde von Dan Hepperle kann überaus wirkungsvoll inszeniert werden. Monochrom-Künstler sind Yves Klein, Ruben Ireland oder Raimund Girke. Es braucht übrigens keinen Loft mit unverputzten Betonwänden, um monochrome Kunst wirkungsvoll zu inszenieren. Neben dem monochromen Bild einen bunten Tulpenstrauß aufzustellen, und gleichfarbige Kissen auf dem weißen Sofa zu drapieren, kann die Raumwirkung retten, wenn in einer minimalistischen Einrichtung die Schwarz-, Grau- und Weiß-Töne überhandnehmen.

Bunt und modern - Pop Art

Poppig und farbenfroh kommen Pop-art Motive daher. Hier geht es um einen plakativen Kunststil mit sehr klaren Formen. Diese Kunst ist leicht verständlich. Sie wirkt sehr modern, und bedient sich manchmal comicartiger Elemente. Diese Kunst findet viele Anhänger unter Liebhabern von Andy Warhol, David Hockney oder Roy Lichtenstein. Zu solchen Kunststilen passen unkonventionelle Einrichtungsstile, bei denen es bunt, individuell und fantasievoll zugehen darf. Ein Zuviel an Farben, Tapetenmustern und Formen sollte vermieden werden. Pop-Art verlangt nach einer weißen Wand, auf der das Motiv wirken kann.

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