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Epochen der Kunst

Kunstrichtungen,Stilrichtungen

Kunstrichtungen,Stilrichtungen

 

Die Herausbildung und die Umsetzung zahlreicher Kunstrichtungen stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit den existenten Kunstepochen. Sie beinhalten ein breites Feld von der klassischen Kunst bis hin zu den modernen Stilrichtungen.

Diese Richtungen und Strömungen der Kunst entwickeln sich in Abhängigkeit von sozialen und geschichtlichen Ereignissen, den künstlerischen Fähigkeiten und den individuellen Neigungen, Ausdrucksmöglichkeiten und Materialien, deren sich die Künstler bedienen. Bekannte Kunstrichtungen sind zum Beispiel der Expressionismus, Abstrakte Kunst, die Modern Art oder der Impressionismus.

Mittels der Bennennung von Kunstrichtungen besteht die Möglichkeit, unterschiedliche Ausdrucksweisen und Darstellungen einer Einteilung zu unterziehen. Dabei dienen Kunstrichtungen in erster Linie dazu, die charakteristischen Merkmale einzelner Stile zu erklären. So stellt die Kunstrichtung des Expressionismus beispielsweise eine künstlerische Bewegung dar, welche sich durch markante Stile ausdrückt, um den Empfindungen Ausdruck zu verleihen. Der Realismus als
Kunstrichtung ist wiederum dadurch gekennzeichnet, dass er sich unmittelbar am Vorbild der Natur festhält und keine eigenen Interpretationen zulässt.

Die Kunstrichtungen wurden von Künstlern der ganzen Welt geprägt, die verschiedene Zeitepochen durchlebten. Deshalb sind Stilrichtungen in der Kunst so vielseitig und stellen sich auch in der Architektur, im Kunsthandwerk und dem grafischen Schaffen dar.

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Abstrakte Kunst in der bildenden Kunst ist eine Kunstrichtung des 20. Jahrhunderts deren Formensprache dem Gegenständlichen entsagt. Formen u. Farben stellen autonome Kompositionselemente. Darstellung der primär keine Assoziationen an Gegenständen hervorrufen. Hauptvertreter in der Malerei: Kandinsky, Delaunay, Malewitsch, Mondrian, Pollock, Hartung und Andere.
 

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Dadaismus bezeichnet eine Protestbewegung der Kunst gegen Krieg und insbesondere seine gesellschaftlichen Voraussetzungen; ab 1916 von Zürich nach Paris übergreifend: Bruch mit der lit. u. künstlerischen Tradition; Verzicht auf vordergründige-kausale Zusammenhänge in Darstellung und Aussage, um dem "Wahnsinn der Zeit" gerecht zu werden. Mitglieder v.a H. Arp, H. Ball, A. Breton, M. Ernst, T. Tzara. Die Pariser Dadaisten wandten sich z.T. später dem Surrealismus zu.
 

Effektivismus - neue Kunstrichtung Begriff bildende Kunst; Malerei die hauptsächlich auf die Wirkung von Licht und Schatten zielt. Die Formen lösen sich scheinbar unter der Wirkung auf. Der Effektivismus grenz oft an den Impressionismus und den Naturalismus. Ein Einklang mit der Natur und Idylle, darin findet sich die Einkehr zur Ruhe. Vertreter: Caravaggio, Die Brüder La Tour, Danuta Wehowsky
 

Expressionismus - bildende Kunst; Bedeuternsten Stilrichtung des 20. Jh.s. Der Expressionismus will geistige u. seelische Kräfte zum Ausdruck bringen u. bedient sich hierbei entsprechender Ausdruckmittel. Malerei: klare Flächen Teilung und Linien, ungebrochene Farben, Perspektiven und anatomische Verzerrungen. Skulptur: kubische Formen und starke Lichtkontraste. Bedeuternste Vorläufer: Cezanne, van Gogh, Munch; Einzelgänger: Beckmann, Kokoschka, Rouault.
 

Futurismus - Italienische künstlerische Strömung (ab 1907) Hauptinitiator Marinetti ihm angeschlossen die Künstler Boccioni, Balla, Carra, der Architekt Santa. Abkehr von akademischen Traditionen, Verherrlichung technischen Fortschritts speziell der Geschwindigkeit.
 

Impressionismus - bildende Kunst; Stilrichtungen der moderne Malerei, v.a. in Frankrei ab 1860; der momentane Reiz der gesehenen Wirklichkeit bestimmt die Darstelung der Gegenstand wird "Vorwand" zum Malen. Bevorzugtes Bildmotiv sind Landschaften mit bestimmter Berücksichtigung der Atmosphären und lichtbedingten Verhältnisse; kennzeichnend ist das Malen der Bilder im Freien (Pleinairmalerei). Hauptvertreter: Degas, Monet, Pissarro, Sisley
 

Informel - informelle Kunst - Art informel - die Kunst zwischen 1945 und 1960, die Versucht, den Malprozeß selbst sichtbar zu machen. In Frankreich auch Tachismus genant enge Beziehungen zum abstrakten Expressionismus u. Action painting ( Cobra, Pollock).
 

Jugendstil - Stilrichtung der bildenden und angewandten Kunst zw. 1895 u. 1914; in Frankreich "Art nouveau", in England "modern art", in Österreich "Sezessionsstil"; vorherrschende Stilelemente: Linien- u. Flächenornament aus pflanzlichen formen (Schlingpflanzenmotiv); anwendungsorientierter Ornamentstil (Türbögen, Eingänge der Pariser Metro). Als antihistorische, kunsthandwerkliche konzipierte Bewegung hat der Jugendstil in der Architektur, Skulptur, Malerei und Graphik (insb. Buchillustration) die nachfolgenden Stilrichtungen nachhaltig geprägt. Zentren: Paris und Nancy (Galle), Wien (Klimt), München (Endell, Riemerschmid), Darmstadt (Künstlerkolonie), Brüssel.
 

Kinetische Kunst - Integration von Bewegung Licht und Zeit in die künstlerische Gestaltung: Projektionen, Mobiles (Calder), auch motorbetriebene (von Gravenitz). Vorläufer: Futurismus
 

Konstruktivismus - Kompositionen aus rein geometrischen Formen unter Verwendung gegenständliche Assoziationen. Vertreter El Lissitzky, N. Gabo, W. Tatlin, G. Vantogerloo, A. Pevsner.
 

Kubismus - Französische Richtung der Malerei um 1907 begründet von Braque und Picasso (Ansätze bereits bei Cezanne) Dreidimensionale Formen werden teilweise in mehreren Ansichten auf die Leinwand übertragen: zunächst prismatische kubistische Charaktere ab 1912 stärkere Betonungen der Flächigkeit.
 

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Naturalismus - bildende Kunst; Streben nach naturgetreuter Abbildung, Übersteigerung des Realismus.
 

Photorealismus-(Hyperrealismus) - Populär seit der docomenta 1972: präzise Darstellung der äußeren Wirklichkeit durch stark vergrößerte Projektion von Photographien (z.B. der Großstadtarchitektur) auch Acrylmalerei mit der Spritzpistole; dt. G. Richter.
 

Pop-Art - (engl.), eine auf den Dadaismus zurückgehende Richtung der modernen Kunst die Ende der 50ziger Jahre in Amerika u. England aufkam. Mit provozierender Absicht werden Motive des Alltags, insbesondere Gegenstände u. Abfallprodukte der Konsumgesellschaft zusammengestellt. Vertreter: Lichtenstein, Oldenburg, Rauschenberg, Rosenquist, Segal, Warhol, Wesselmann.
 

Realismus - bildende Kunst; 19. Jh.s. aufkommende Strömung in der Malerei, die sich um eine möglichst wirklichkeitsgetreue Darstellung des soziales Leben und der Umwelt bemühte ( z.B. Darstellung der Arbeitswelt, Industrielandschaften ).
 

Surrealismus - bildende Kunst; Kunstrichtung nach dem 1. Weltkrieg, in Paris aus dem Dadaismus hervorgegangen; v.a. Malerei, Graphik und Literatur. Darstellung von Traumwelten, Arbeit in Inspiration. Zuständen , ins Unwirkliche übersteigerte Realität ( Dali ); mit klassizistische Variante ( de Chirico ). Wesentlicher Bestandteil der modere Kunst. Weitere Vertreter: Brauner, Ernst, Masson, Margritte, Tanguy; in Amerika: Gorky und Matta.
 

Symbolismus - bildende Kunst; Strömung in der Malerei des 19. u. 20. Jh.s; das Hauptinteresse liegt in der ausdrucksmäßigen Steigerung der Farbe und der Vereinfachung der Formen; bedeuternste Vorläufer: Redon, Bonnard, Vuillard, Valloton.
 

Tachismus - ( frz. tache = Fleck ), Richtung der informellen Kunst (sehe Informel), v.a. in Paris zw. 1945 u. 1960; der Malvorgang (Gestus) wird so wichtig wie herkömmliche Kompositionsprinzipien. Vertreter: Fautrier, Michaux.